Mit dem Osterfeuer oder Frühlingsfeuer wird traditionellerweise auch der Winter verabschiedet und der Frühling begrüßt. Das Feuer soll nicht nur Licht, sondern auch Fruchtbarkeit und Wachstum ins Land bringen, sodass den Menschen eine reiche Ernte zuteil werde. Vielerorts wurden dem Feuer Pflanzen beigemischt, die diesen Prozess des Wandels unterstützen und vor Unheil (Unwetter, Krankheit) schützen sollten. Hierfür kann eine Mischung aus den ersten Frühlingsboten und dem Winter trotzenden Pflanzen zubereitet werden:
– 1 Teil Birkenrinde als Zeichen für das Wiedererwachen der Natur und zum Schutz von Haus und Hof
– 1 Teil Weidenrinde als Unterstützung des Übergangs zwischen Winter und Frühling
– 1 Teil Fichtenharz um Altes zu lösen und Neues zu schützen
– ½ Teil Angelikawurzel (Engelwurz) für einen schützenden Lichtmantel
– 1 Teil Gundelrebe (Gundermann) zur Reinigung und Stärkung
– 1 Teil Immergrün zum Schutz für Gewitter und für Fruchtbarkeit
– 1 Teil Brennnessel zur Reinigung, Stärkung und zum Schutz
– 1 Teil Mariengras für Liebe und Fruchtbarkeit
– 1 Teil Wacholderbeeren/-nadeln zur Reinigung (keimtötend) und zum Schutz
Weiterführende Informationen:
Bader, Marlis. 2008. Räuchern mit heimischen Kräutern. Anwendung, Wirkung und Rituale im Jahreskreis. 5. Auflage, Goldmann Verlag.
Kinkele, Thomas. 2012. Heimische Räucherpflanzen. Räucherduft und Ritual im Jahreslauf. 2. Auflage, Windpferd Verlag.
Storl, Wolf-Dieter. 2010. Die Pflanzen der Kelten. Heilkunde – Pflanzenzauber – Baumkalender. MensSana Verlag.